
Iris B. Willinger

Autorin Ghostwriter
Illustratorin
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Über Mich
Geschichten, Zweisprachigkeit und Kreativität als (Über)lebenskunst
Ich komme ursprünglich aus dem alpinen Österreich - wo Brauchtum, mythische Berggeister, tief religiöse Rituale und Kuhschellen alle nebeneinander existierten. Meine frühe Faszination mit Geschichten und Illustrationen begann mit einem Märchenbuch meiner Großmutter aus den 60er Jahren. Ein Buch so schwer, ich konnte es lange nicht selbst halten. Es war eine Schatzkammer und... Zuflucht für mich.
Dieses Buch bestand aus einer Sammlung von Märchen aus aller Welt, was mir — das Einzelkind, das schon immer eine Außenseiterin, Beobachterin, Introvertierte, war — nicht so einsam zu sein. Ich kopierte oft die Illustrationen oder änderte den Ablauf der Märchen und schrieb bald meine eigenen, inspiriert von beiden Aspekten, visuell und literarisch. Mit 12 fand mich die Poesie und ich verfasste hunderte Gedichte, gewann auch einige Preise. Mein erster Roman, den ich mit 18 verfasste, hatte sogar ein Publikationsangebot, das sich jedoch nie manifestierte, da meine Eltern dagegen waren — ich war ja noch minderjährig. Ich habe bis heute den laminierten Publikationsvertrag in einem Ordner. Ich schrieb immer schon zweisprachig und das vertiefte mein Liebe für Linguistik ganz natürlich.
Mit 14 kam eine weitere Inspiration in illustrierter Buchform, die einen unheimlich tiefen Eindruck hinterließ: Der kleine Prinz. Mit 19 ein zufälliger Fund in einem Trödelladen in Wien, dessen Philosophie und Tiefe mich bis heute begleiten: Ich meißelte Licht aus Stein (Bülent Ecevit). Bücher waren seit meiner Kindheit meine besten Freunde, mein Lieblingsplatz und auch Ersatz für das, was ich im Leben nicht bekam.
Mein „Anderssein" — nicht nur im Denken, sondern auch durch mein Umfeld — wurde dadurch geformt, dass ich zweisprachig aufwuchs; zwischen traditioneller österreichischer und einer bunt-exotischen indischen/türkischen Kultur. Das war ein weiterer Faktor, der meine Kreativität, literarisch und künstlerisch, unheimlich prägte. Eine Kindheit in Dualität, wo Geschichtenerzählen Tradition war - in der Seele verankert. Ich verdanke diesen frühen Einflüssen und breitgefächerten Inspirationen meine eigene Kreativität, die zu meinem Überlebenstalent wurde...
Später wurde ich zur Journalistin und Poetin und publizierte, seit ich 19 Jahre alt war. Jedoch hatte ich nie einen wirklichen Durchbruch mit meiner Schreiberei, noch fand ich eine solide Verankerung in der Kunst, obwohl ich es in beiden zu einem professionellen Niveau brachte. Das Dilemma eines multi-kreativen Hybriden.
Nach einem Studium in Kunst & Design, später dann in englischer und französischer Literatur, drängte es mich, die Welt zu entdecken, und ich wanderte mit 24 erst in die USA aus und später nach Irland, bis ich schließlich in England und Schottland für 22 Jahre ein Zuhause hatte, das aber mit dem Brexit so degenerierte, dass ich seither — eigentlich ungeplant — zur digitalen Nomadin wurde und es bis heute bin.
Inzwischen habe ich 10 meiner eigenen Bücher in verschiedensten Sparten verfasst, und ebenso viele liegen noch halbfertig herum. Auf meiner Weltenbummlerei kam es dann fast natürlich zu einer Parallelkarriere, anderen Autoren zu helfen, deren Bücher zu realisieren. Somit wurde ich zum Ghostwriter und Developmental Editor. Ich fing auch an, Buch-Cover zu designen, hatte einen Vertrag mit einem US/Tokyo Boutique-Verlag und lernte viel. Diese Hybrid-Fähigkeiten hielten mich oft über Wasser. Insgesamt durfte ich an 18 Büchern kollaborieren - von Trilogien, zu Biografien und Sachbüchern - und baute mir somit ein Standbein auf, das total flexibel ist und das ich von überall ausüben kann.
Dieser Tage verbringe ich meine Zeit hauptsächlich in Deutschland und Skandinavien, da ich den Norden Europas liebe und meine Seele sich hier mehr zu Hause fühlt.
„Meine Kreativität kommt von überall her — sogar von dem, was nicht vorhanden ist, Oft Gerade weil es fehlt."

Danke für's vorbeikommen und hier noch ein positiver Gedanke auf den Weg...








